Rundsteueranlagen
Tonfrequenz-Ring- und Rundsteuerungsanlagentechnik
Das Lichtnetz zur Energieversorgung mit elektrischem Strom ist das wohl am weitesten ausgebaute Kabelnetz, an das jeder Haushalt angeschlossen sein muß, soll er den modernen Erfordernissen entsprechen.
Schon früh kam man auf die Idee, diese vorhandenen Leitungsnetze auch zur Übertragung von Steuersignalen zur Verbraucherfernwirk-Netzkommandoschaltung zu nutzen. So können separate Leitungen eingespart werden, indem kurze Tonfrequenz-Signale bestimmter Dauer und Abfolge über die Netzleitung gesendet werden, bei deren Eintreffen die Empfänger Verbrauchergruppen gezielt ein- und ausschalten. Beispiele: Straßenbeleuchtung, Tarifumschaltung in Zählern, Fernsteuerung der Nachtstromverbraucher, Lastspitzenmanagement.
Den 50 Hz der Netzwechselspannung werden dazu - regional unterschiedlich - Tonfrequenzen im Bereiche von 167 Hz bis 1350 Hz mit Leistungen bis in den Megawattbereich hinein aufmoduliert, um auch den entferntesten Steuerempfänger zu erreichen. Diese Rundsteuerungsanlagentechnik ist schon lange etabliert.
Wie sich die unterschiedlichen Steuerfrequenzen als Einstreuung in Niederfrequenzzstufen von Audioanlagen bemerkbar machen können, hört man in den folgenden vier Audiobeispielen. Dabei erscheint zuerst das, was meistens als Fremdfrequenzen im Radio oder Tonbandgerät gehört wird, nämlich eine Modulation der jeweiligen Steuerfrequenz mit den 50 Hertz der Netzwechselspannung, dann folgen beide Frequenzen verzerrungsfrei gemischt, schließlich nur noch die reine Steuertonfrequenz ohne 50 Hz, wobei einfache PC-Lautsprecher mangels Baßwiedergabe kaum einen Unterschied zwischen zweitem und drittem Teil, die nahtlos ineinander übergehen, erkennen lassen.
Es wurden willkürlich ausgewählt:
168 Hertz ,
284 Hertz ,
750 Hertz
und last not least die im Audiobereich am stärksten störenden 1350 Hertz.
Da die älteren Tonfrequenz-Ringsteueranlagen bei der Wartung mittlerweile zu hohe Kosten verursachen, findet ein schrittweiser Umstieg auf Funkfernsteuerung statt, somit werden Tonfrequenz-Störungen in Audioanlagen mehr und mehr der Vergangenheit angehören.
Die kundenspezifischen Fernsteuertelegramme werden von Sendeanlagen in Mainflingen, Burg und Lakihegy (Ungarn) aus auf Langwelle 129 beziehungsweise 139 Kilohertz mit einer Baudrate von 200 mit derzeit 100 beziehungsweise 50 Kilowatt Sendeleistung ausgestrahlt.
Das Europäische Funk- Rundsteuersystem ist seit etwa 1996 im Test- und seit 2000 im Regelbetrieb.
Im folgenden Audiofile hört man ab Sekunde 12 und 24 derartige Telegramme, aufgezeichnet mit einem handelsüblichen Rundfunkgerät, eingestellt etwas unterhalb der Frequenz des Deutschlandfunks (153 kHz, 02. April 2010, gegen 12:05 CEST).
EFR-System, 139 kHz - akustisch -
Der mit BFO und Frequenzversatz von 1 Kilohertz aufgenommene, stärkere Sender Mainflingen auf 129 Kilohertz hört sich so an:
EFR-System, 129 kHz - akustisch -
Mehr zum EFR-System hier.
Alle Angaben ohne Gewähr. Quelle: www.rundsteuerung.de ---
Information über Rundsteuertechnik finden Sie auf der Seite www.rundsteuerung.de von Herrn Jochen Fritz.
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