Power Line Communication (PLC)
Das Lichtnetz zur Energieversorgung mit elektrischem Strom ist das wohl am weitesten ausgebaute Kabelnetz, an das jeder Haushalt angeschlossen sein muß, soll er den modernen Erfordernissen entsprechen.
Schon früh kam man auf die Idee, diese vorhandenen Leitungsnetze auch zur übertragung von Steuersignalen zur Verbraucherfernwirkschaltung zu nutzen. So können separate Leitungen eingespart werden. Beispiel: Straßenbeleuchtung. Den 50 Hz der Netzwechselspannung werden dazu - regional unterschiedlich - Tonfrequenzen im Bereiche von 167 Hz bis 1350 Hz mit Leistungen bis in den Megawattbereich hinein aufmoduliert, um auch den entferntesten Steuerempfänger zu erreichen. Diese Rundsteuerungsanlagentechnik ist schon lange etabliert.
Nun sollte darüberhinaus versucht werden, digitale Signale zum Datentransfer der Netzspannung zu überlagern, um
ein "Internet aus der Netz-Steckdose" zu ermöglichen.
Leider sah man sich hier enormen Schwierigkeiten gegenüber, so daß große Energieversorgungsunternehmen nach Versuchsphasen wieder davon Abstand genommen hatten. Die Daten-Durchsatz-Effizienz sinkt mit jedem neu hinzukommenden Teilnehmer, ferner kommt es zu unkalkulierbaren Störungen, da die Impedanz etc. durch ständig zu- und abgeschaltete Verbraucher kaum berechenbar ist, die ihrerseits auch unvermeidliche Störspektren aufweisen, ferner die Abschirmungen, wie bei Koaxialkabeln üblich, fehlen, so daß mit nicht unerheblichen Rundfunkstörungen zu rechnen wäre.
Momentan sind in Deutschland - regional begrenzt - nur etwa hunderttausend PLC-Benutzer zu verzeichnen.
aktueller Status Ende 2010
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