Energiesparlampen
Beim folgenden Audiobeispiel
wurde eine Nachttischlampe mit bislang verwendeter 15 Watt Glühlampe auf Energiespartechnik-Lampe mit 3 Watt Nennleistung umgerüstet. Mittlerweile sind auch derart niederwattige ES-Lampen erhältlich. Gleichzeitig wurde die Position eines Transistorradios auf dem Nachttisch beibehalten, das als Radiowecker fungieren soll.
Die Lampe startet nicht sofort nach Betätigen des Netzschalters. Erst nach etwa 2 Sekunden beginnt sie zu leuchten, und die Endhelligkeit wird erst nach Ablauf einer Viertelstunde erreicht.
Dabei treten hochfrequente Störgeräusche im Radio zutage. Erst ein scharfer Schaltimpuls, der durch die Aufladung des Entstörkondensators bewirkt wird, dann ein Anschwingvorgang mit Frequenzverwerfungen, schließlich eine netzbrumm-modulierte, oberwellenreiche Hochfrequenzschwingung mit ziemlich wackliger Frequenzkonstanz, die auch von Netzspannungsschwankungen und Betriebs- beziehungsweise Umgebungstemperatur beeinflußt wird, wenn auch netzspannungsbedingte Helligkeitsschwankungen im Vergleich zu der vorher verwendeten Glühlampe kaum feststellbar waren. Eine Oberwelle liegt genau auf der Frequenz des Langwellensenders der BBC Droitwich, 198 kHz, wie man hört.
Der Abschaltvorgang ist wiederum mit einem scharfen Schaltkracher verbunden.
(Aufnahme mit Mikrophon stammt vom 31.12.2009.)
Es mußte übrigens festgestellt werden, daß die Funkuhr auf dem besagten Nachttisch für die Dauer des Betriebs dieser Energiesparlampe keine Synchronisation mit dem Normalfrequenzsender DCF 77 herstellen konnte.
Würden nun sämtliche im Haushalt bislang verwendeten Glühlampen durch entsprechende Energiesparlampen ausgetauscht, fände sich bald kein Standpunkt mehr, an dem das Radio ohne solche Störungen in Betrieb genommen werden könnte. Es gibt bislang keine Hochfrequenzausnahmefrequenz, auf der alle ES-lampen arbeiten müssten, nein, jede ES-Lampenelektronik schwingt lustig auf einer anderen Frequenz vor sich hin, so daß diese Rundfunkbereiche geradezu "zugemüllt" werden damit.
Zur Technik der meist verwendeten Energiesparlampen:
Es handelt sich um Niederdruck-Gasentladungslampen, vergleichbar mit Leuchtstoffröhren, besser bekannt als "Neonröhren".
Das konventinelle Vorschaltgerät (KVG) mit Drossel (, Kondensator) und Starter wird nun durch ein in die Lampenfassung fest eingebautes elektronisches (EVG) ersetzt. Dazu ist dann ein kleiner Hochspannungsgenerator vorgesehen, der elektronisch eine Hochfrequenzschwingung erzeugt. Die Entstörfilter sind zwar eingebaut, können aber eine Abstrahlung der störenden Hochfrequenz über den Leuchtkörper, die Röhre, selbst nicht verhindern. Entsprechende Abschirmstrümpfe, wie man sie von dimmbaren Leuchtstoffröhren her kennt, können hierbei nicht angewendet weden, weil eine normale E-14- oder E-27-er Lampenfassung keinen Anschluß für eine notwendig werdende Erdung vorsieht.
Weiterführende Informationen zu Energiesparlampen:
ESL-Report Schweiz
Hier werden Vergleiche zwischen verschiedenen Lampentypen und Haushaltsgeräten angestellt, und man findet ein authentisches Störstrahlungsdiagramm auf Seite 16 ff. Interessant auch die Meßanordnung mit dem Metall-Lampenschirm, einmal geerdet, einmal nicht (Seiten 25 und 26).
Beipackzettel zu oben getesteter Energiesparlampe
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